Die Mandanten kamen immer von selbst. Bis jetzt
Bis vor einem Jahr mussten Steuerberater keine Mandanten suchen. Die Mandanten suchten Steuerberater.
Volle Auslastung, knappe Leute, Wartezeiten für Neumandate. In den letzten Wochen habe ich mit einigen Kanzlei-Inhabern gesprochen, und dieses Bild dreht sich gerade.
KI und Automatisierung übernehmen die Routine: Belege, Buchungen, Erklärungen. Die Zahlen dazu sind deutlich: Laut DATEV-Seismograf nutzt inzwischen jeder vierte Steuerberater regelmäßig generative KI. Mitte 2024 war es nicht einmal jeder zehnte. Was jahrelang die Kapazität gefressen hat, läuft zunehmend nebenher. Zum ersten Mal seit Langem entstehen freie Ressourcen.
Das klingt nach einer guten Nachricht. Es ist aber nur eine für die, die die frei gewordene Zeit füllen können.
Die naheliegende Antwort heißt Beratung. Der Berufsstand selbst hat es formuliert: In ihren „10 Thesen für einen Berufsstand im Wandel” beschreiben DStV und DATEV den Steuerberater der Zukunft als Lotsen seiner Mandanten. Weniger Routine, mehr Begleitung bei der Umsetzung: Liquidität, Kalkulation, Finanzierung, Nachfolge. Genau das, was Mandanten ohnehin immer öfter nachfragen.
Nur: Diese Kompetenz ist nicht in jeder Kanzlei vorhanden. Sie muss aufgebaut werden. Das dauert.
Und in der Zwischenzeit passiert, was mir ein Steuerberater so beschrieben hat: „Meine Mandanten holen sich die Beratung beim Unternehmensberater. Und der empfiehlt sie irgendwann an eine andere Kanzlei weiter.”
Das muss nicht so laufen. Beim @The CFO Centre Germany arbeiten wir genau mit dieser Arbeitsteilung: Wir sind im Unternehmen des Mandanten tätig, während Jahresabschluss, Steuern und Prüfung in der Kanzlei bleiben. So wird aus der Lücke kein Abfluss, sondern eine Brücke, über die Mandate sogar zurückkommen.
Mich interessiert die Sicht der Berufsträger: Wie verändert KI gerade das Geschäftsmodell der Kanzleien? Und wer füllt die frei werdende Zeit?
Quellen in den Kommentaren.
#Steuerberater #Wirtschaftsprüfer #KI #Kanzlei
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