Was würde Ihr Unternehmen sofort umbringen ?
Letzte Woche nahm ich an einer Veranstaltung der Regionalgruppe Darmstadt des GABAL e.V. teil. Das Thema war Resilienz von Unternehmen. Zehn Leute im Raum, eingeladen von Vivid Change | Sustainable Thinking GmbH, alle mit völlig unterschiedlichem Hintergrund...
Das Erste, was auffiel: Jeder verstand unter Resilienz etwas anderes.
Das Zweite: Alle hielten sie für wichtig. Und das ist schon mehr, als viele Unternehmen von sich sagen können. Dort klingt es eher so: Was soll uns schon passieren? Alles Panikmache.
Mal ehrlich: Was spricht eigentlich dagegen, sich mit dem eigenen Team hinzusetzen und eine simple Liste zu schreiben?
Was würde uns sofort umbringen?
Was wäre extrem schmerzhaft?
Was wäre störend?
Früher gab es bei so einem Brainstorming absurde Beiträge, über die alle gelacht haben. Die gibt es nicht mehr. Die absurden Szenarien haben inzwischen andere in die Tat umgesetzt, und wir leiden alle darunter.
So eine Liste ist nur ein Anfang. Aber sie ist mehr, als die meisten Unternehmen haben. Wer dann die Kategorie "bringt uns sofort um" aktiv angeht und einen Plan B erarbeitet, bevor er gebraucht wird, ist weiter als der halbe Markt.
Und trotzdem ist die Liste nicht der eigentliche Gewinn.
Denn heute sieht die Wirklichkeit in den meisten Unternehmen so aus: Einer trägt die Sorge. Einer soll alle Warnzeichen erkennen, zwischen zwei Terminen, neben dem Tagesgeschäft. Meistens der, der auch nachts damit wach liegt.
Stellen Sie sich vor, Sie müssten nicht mehr alle Warnzeichen allein erkennen.
Stellen Sie sich vor, Ihr Team passt mit auf und warnt rechtzeitig.
Stellen Sie sich vor, Sie haben eine Kultur geschaffen, in der sich jeder Einzelne dafür verantwortlich fühlt, dass das Schiff nicht untergeht.
Ein schöner Traum? Oder etwas, an dem man arbeiten sollte?
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